Web

 

Motorola profitiert von Handy-Nachfrage

20.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Rekordabsätze im Handy-Bereich haben Motorola im zweiten Quartal 2005 ein deutliches Umsatzwachstum sowie einen hohen Nettoprofit beschert. Wie der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mobiltelefonen bekannt gab, kletterten die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen aus Schaumburg, Illinois, einen Nettogewinn von 933 Millionen Dollar oder 37 Cent je Aktie. Im Vergleichsquartal 2004 hatte Motorola aufgrund hoher Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Börsengang der Halbleitertochter Freescale Semiconductor noch einen Verlust von 203 Millionen Dollar beziehungsweise acht Cent pro Anteil verbucht (siehe auch:"Motorola steigert Umsatz und Marktanteile"). Ohne die Einmaleffekte hätte das Unternehmen damals jedoch einen Gewinn von 619 Millionen Dollar erzielt.

"Es war ein großartiges Quartal", triumphierte Motorola-CEO und Chairman Edward Zander während einer Telefonkonferenz. Seinen Angaben zufolge verbuchten alle vier Konzernsparten ein profitables Wachstum. Besonders gut schnitt der Handy-Bereich ab. Der Umsatz der Sparte kletterte um 24 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Motorola lieferte im Quartal eine Rekordmenge von 33,9 Millionen Mobiltelefonen aus, das entspricht einem Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach eigenen Berechnungen hat der Konzern damit seinen weltweiten Marktanteil um 3,3 auf 18,1 Prozent ausgeweitet. Während Branchenprimus Nokia mit einem Anteil von 33 Prozent weit in Führung liegt, konnte Motorola seinen Abstand zu den Verfolgern etwas ausweiten. In den USA und Lateinamerika ist die Company weiterhin Handy-Lieferant Nummer eins, in Europa rückte sie auf Platz zwei vor.

Abgesehen von der Set-Top-Division Connected Home, die ein Umsatzplus von 35 Prozent auf 718 Millionen Dollar erzielte, hielt sich das Wachstum in den anderen Geschäftsbereichen im Rahmen: Die Netzwerksparte steigerte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Das Servicegeschäft mit Behörden und Unternehmen wuchs um sieben Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. (mb)