Motorola hält Handys für unter 15 Dollar möglich

06.11.2006
Nach Aussage von Motorola Chairman David Brown sollte es bis 2008 möglich sein, Handys für unter 15 US-Dollar zu produzieren. Die Preissenkung würde Millionen Menschen pro Jahr in den Entwicklungsländern eine verbesserte Kommunikationsmöglichkeit verschaffen.

Die Produktionskosten für Mobiltelefone können bis 2008 soweit gesenkt werden, dass es möglich sein sollte, Geräte für unter 15 US-Dollar anzubieten. Das sagte Motorola Chairman David Brown während einer Rede an der Institution of Engineering and Technology in Großbritannien. Gerade die Bemühungen der Chiphersteller, immer kostengünstigere Komponenten auszuliefern, würde diese Entwicklung ermöglichen.

Die Preissenkung würde weiteren 100 Millionen Menschen pro Jahr, insbesondere in Entwicklungsländern, den Kauf eines Handys ermöglichen. Andere Projekte, die die Etablierung von Hi-Tech gerade in den Entwicklungsländern zum Ziel hatten, brachten jedoch gemischte Ergebnisse hervor. Eine Studie der London School of Economics zeigt, dass ein Anstieg der Mobiltelefon-Besitzer von 10 Prozent eine Erhöhung des Bruttosozialproduktes um 0,6 Prozent nach sich führt. Das sei in absoluten Zahlen eine erhebliche Summe, so Brown.

Um den Massen den Zugang zu ermöglichen, hält Brown es für entscheidend, dass die Regierungen die Luxussteuer auf Mobiltelefone wegfallen lassen. Diese erreiche nach einer Studie der GSM Association in 14 von 50 untersuchten Ländern bis zu 20 Prozent des Preises. Würden keine Steuern und Zölle auf die Ultra-Low-Cost-Handys erhoben, könnten bis 2010 in allen 50 untersuchten Entwicklungsländern bis zu 930 Millionen Menschen von einem mobilen Zugang profitieren. Dies sei wichtig, insbesondere im Hinblick auf die Trennung vieler Menschen vom Internet.

Inhalt dieses Artikels