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Motorola greift nach Wireless-Spezialisten

19.04.2006
Der US-Konzern will das britische Startup Orthogon Systems für einen nicht genannten Betrag übernehmen.

Orthogon Systems mit Sitz in britischen Ashburton vermarktet unter anderem zwei Produktreihen von drahtlosen Non-Line-of-Sight (NLoS)-Punkt-zu-Punkt-Bridges für Ethernet. Diese arbeiten im lizenzfreien Frequenzbereich von 5,4 beziehungsweise 5,8 GHz (C-Band). "OS-Gemini" ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 43 Mbit/s über Ethernet, je nach Qualität der Funkstrecke. Bei "OS-Spectra" liegt die Übertragungsrate sogar bei bis zu 300 Mbit/s. Die hohe NLoS-Leistung erreicht Orthogon dabei durch eine Kombination von hochentwickelter Funktechnik, Multi-Beam-Space-Time-Coding und einem OFDM-System (Orthogonal Frequency Division Multiplexing).

Motorola will mit der Orthogon-Technik sein eigenes Breitband-Funkportfolio namens "MOTOwi4", das vorwiegend aus Wimax-, Canopy- und Mesh-Lösungen besteht, erweitern. Der Konzern verkauft die Antennen und Empfänger von Orthogon bereits seit 2004 als OEM-Produkte mit seinem Canopy-Wifi-Portfolio. Außerdem hat das Unternehmen über seine Venture-Capital-Sparte bereits eine Minderheitsbeteiligung an dem Startup erworben. (mb)