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Motorola erzielt Umsatzsprung

19.04.2006
Der US-Handy-Hersteller hat im ersten Quartal 2006 deutlich höhere Umsätze erwirtschaftet. Auf der Ergebnisseite belastete das schwache Geschäft der Netzwerksparte.

Motorolas Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahresquartal von 692 auf 686 Millionen Dollar oder 27 Cent je Aktie. Ohne Sondereffekte wie die veränderte Verbuchungs-Praxis für Kosten von Optionsprogrammen hätte der Gewinn bei 28 Cents je Aktie stagniert. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten vor Sonderposten im Schnitt mit einem Plus von 29 Cent pro Anteilschein gerechnet. Die Umsätze wuchsen auf Jahressicht um 23 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar an. Hier waren die Experten von 9,558 Milliarden Dollar ausgegangen.

An den Finanzmärkten war die Reaktion eindeutig. Motorola-Aktien büßten im nachbörslichen US-Handel kräftig um 4,49 Prozent auf 23,00 Dollar ein. Zuvor war die Aktie noch mit plus 2,12 Prozent auf 24,08 Dollar aus dem Handel gegangen. 46,1 Millionen Mobiltelefone lieferte Motorola im ersten Quartal aus. Das Modell "Razr" legte im Jahresvergleich um 61 Prozent zu. Expertin Susan Kalla von Caris & Co. bezifferte den durchschnittlichen Verkaufspreis pro Handy im ersten Quartal auf 139 US-Dollar nach gut 140 US-Dollar zuvor.

Für das laufende Quartal stellte der Handy-Hersteller einen Umsatz zwischen 10,3 bis 10,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Gewinn pro Aktie soll sich vor Sonderposten zwischen 30 und 32 Cent bewegen. Hier hatten die befragten Aktienexperten im Schnitt 31 Cent bei 9,995 Milliarden Dollar Umsatz angesetzt.

Motorola habe Marktanteile hinzugewonnen, hieß es. Der Marktanteil sei auf 21 Prozent geklettert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies eine Steigerung um 4,8 Prozentpunkte und verglichen mit dem vierten Quartal 2005 ein Plus von zwei Prozentpunkten. Besonders stark sei dabei die Entwicklung im Jahresvergleich in China, Indien und Afrika ausgefallen, hieß es. (dpa/mb)