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Motorola entwickelt Handy mit Beamer

27.07.2007
Von pte pte
Motorola und Microvision haben eine Kooperation zur Entwicklung von Mobiltelefonen mit integriertem Beamer vereinbart. Displayspezialist Microvision steuert dazu seinen PicoP-Projektor bei. Dieser Mini-Beamer ist weniger als sieben Millimeter dick, kann Bilder in DVD-Qualität projizieren und soll in ein aktuelles Handy von Motorola eingebaut werden. Ein im Mobiltelefon integrierter Projektor soll schließlich das Problem der zunehmend kleiner werdenden Handys lösen. Trotz Mini-Display können schließlich Multimediainhalte mithilfe des Beamers konsumiert werden, so die Entwicklungspartner in einer Aussendung.

Der PicoP basiert auf Lasertechnologie, mit deren Hilfe der Bildschirminhalt auf jede beliebige Oberfläche projiziert werden kann. Die beiden Unternehmen wollen sich zuerst auf die Entwicklung eines Prototyps konzentrieren. Dazu soll der PicoP in ein Motorola-Handy integriert werden. Die Auflösung, die man damit erzielen will, wird mit 854 x 480 Pixel angegeben. Der dazu verwendete Mini-Beamer wurde erst vor zwei Monaten auf der SID-Konferenz (Society of Information Displays) vorgestellt.

"Motorola ist bestrebt, neue Technologien einzusetzen, die eine neue Art der Mediennutzung ermöglicht", meint Rob Shaddock, CTO Motorola Mobile Devices. Durch die Integration eines Beamers werde die Handhabung der Geräte, die die Menschen mit sich tragen, verändert. "Aufgrund des kleinen Formfaktors und geringen Stromverbrauchs eigne sich der PicoP-Projektor besonders für den mobilen Einsatz", so Alexander Tokman, CEO von Microvision.

Genaue Details zur Kooperation zwischen Microvision und Motorola wurden nicht veröffentlicht. Wann das erste leinwandtaugleiche Handy somit fertig sein wird, ist nicht bekannt. "Das wird jedoch noch einige Zeit dauern", stellte Wissenschafter Peter Schreiber von der Fraunhofer-Gesellschaft, der selbst an Mini-Projektoren forscht, fest (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070601021 ). Noch sind nicht alle Probleme gelöst. So macht den Technikern neben der Größe auch die Stromversorgung sowie der Preis der Mini-Laserbeamer zu schaffen. (pte)