Xoom

Motorola bekommt bei Tablet-Computern Fuß in die Tür

29.04.2011
Der Handy-Hersteller Motorola Mobility hat im ersten Quartal von guten Smartphone-Verkäufen und der Einführung seines ersten Tablet-Computers profitiert.
Das Honeycomb-Tablet Xoom von Motorola Mobility
Das Honeycomb-Tablet Xoom von Motorola Mobility
Foto: Motorola

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf drei Milliarden Dollar (umgerechnet zwei Milliarden Euro). Allerdings reichte das Wachstum nicht aus, um Geld zu verdienen. Immerhin konnte Motorola den Verlust von 212 Millionen auf 81 Millionen Dollar eindämmen. Das Management hatte die roten Zahlen bereits erwartet.

Nach einer Mitteilung vom Donnerstag lieferte Motorola 9,3 Millionen Geräte aus. 4,1 Millionen davon waren Smartphones; das ist fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Kurz nach der Einführung wurde Motorola zudem mehr als 250.000 seiner "Xoom"-Tablets los (bei den Zahlen dürfte allerdings der sogenannte Sell-in an dern Handelskanal gemeint sein, nicht die Käufe von Endkunden) - ein Achtungserfolg angesichts des gewaltigen Vorsprungs von Apple mit dem iPad, von dem bereits die zweite Generation auf dem Markt ist. Im gleichen Zeitraum verkaufte Apple 4,7 Millionen iPads und 18,7 Millionen iPhone-Handys.

Im Weihnachtsgeschäft hatte Motorola zwischenzeitlich bereits Geld verdient. Für das laufende Quartal versprach das Unternehmen, mindestens eine schwarze Null zu schreiben. Motorola Mobility steht seit Januar auf eigenen Beinen nach der Trennung von der Firmenkunden-Schwester Motorola Solutions. Das Handygeschäft war lange Sorgenkind des Gesamtkonzerns, nachdem es an einem Nachfolger für das erfolgreiche Klapphandy Razr gefehlt hatte. Nun feiert Motorola Erfolge mit Smartphones auf Basis des Google-Betriebssystems Android. Die Motorola-Aktie stieg nachbörslich um drei Prozent. (dpa/tc)