"Überwältigende Mehrheit"

Motorola-Aktionäre wollen an Google verkaufen

18.11.2011
Google ist der geplanten Übernahme des Handyherstellers Motorola Mobility ein Stück nähergekommen.
Das neue Android-Smartphone "Droid Razr" von Motorola
Das neue Android-Smartphone "Droid Razr" von Motorola
Foto: Motorola Mobilitiy

Die Motorola-Aktionäre stimmten auf einer eigens angesetzten Hauptversammlung mit "überwältigender Mehrheit" für den Deal, wie Motorola am Donnerstag mitteilte. Kein Wunder: Google ist bereit, satte 12,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 9,3 Milliarden Euro) für das Branchen-Urgestein auf den Tisch zu legen.

"Wir sind glücklich und zufrieden mit der starken Unterstützung durch unsere Anteilseigner", sagte Motorola-Chef Sanjay Jha. Die Übernahme ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Die Wettbewerbshüter schauen sich das Geschäft ganz genau an, denn Google hat sich mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android in Windeseile zum Marktführer aufgeschwungen.

Das Motorola-Management rechnet angesichts der strengen Prüfung durch die Behörden damit, dass der Zusammenschluss erst Anfang kommenden Jahres vollzogen werden kann. Bislang waren die Unternehmen von Ende diesen Jahres ausgegangen. Im schlimmsten Falle könne das Geschäft auch ganz platzen, warnte Motorola.

Google will mit der Übernahme von Motorola Mobility seinen Vorstoß ins Smartphone-Geschäft absichern. Motorola verfügt über Tausende Patente, die Google in Konflikten mit Apple oder Microsoft gut gebrauchen kann. Motorola verwendet Android auch in vielen seiner Modelle. Allerdings schreibt das Unternehmen immer wieder Verluste. (dpa/tc)