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Montavista beruhigt Kunden im Linux-Streit

25.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Montavista, Anbieter quelloffener Software für Embedded-Systeme, hat Kunden dazu aufgefordert, keine Linux-Lizenzen von SCO zu erwerben. In einem Statement auf der Website des Herstellers heißt es, Anwender von Embedded-Linux-Systemen hätten wenig zu befürchten. SCOs "Intellectual Property License for Linux" beträfe nur die Kernel-Versionen 2.4 und 2.5. Über 80 Prozent der integrierten Versionen des Betriebssystems basierten jedoch auf dem Kernel 2.2 und seien nicht für IA-32- oder IA-64-Architekturen ausgelegt. Die von SCO beanstandeten Code-Passagen für die Server-Technologie NUMA (Non Uniform Memory Access) sowie diverse Dateisysteme seien somit nicht integriert.

SCO dagegen fordert eine Lizenzgebühr von 32 Dollar für jedes auf einem Embedded-System oder Handheld betriebene Linux. Montavista hat unterdessen zugesagt, Kunden vor Angriffen seitens SCO in Schutz zu nehmen, und fordert Partner auf, Linux-Entwicklungen nicht zu verschieben. (lex)