Interview zum Zensus 2011

Monsterprojekt Datenintegration

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Volkszählung ist in puncto Datenschutz und -integration ein Großprojekt. Wie wichtig vorab die Datenprofilierung ist, erklärt Otto Neuer von Informatica unserer Schwesterpublikation CIO.
Für Otto Neuer, Geschäftsführer von Informatica, ist der Zensus 2011 "eines der wichtigsten Projekte der Öffentlichen Hand".
Für Otto Neuer, Geschäftsführer von Informatica, ist der Zensus 2011 "eines der wichtigsten Projekte der Öffentlichen Hand".
Foto: Informatica

CIO.de: Was hat Informatica mit dem Zensus 2011 zu tun?

Otto Neuer: Wir haben uns als Informatica komplett der Datenintegration und Datenqualität verschrieben. Wir haben zwar aktuell mit dem Projekt Zensus 2011 direkt nichts zu tun. Das kann sich aber in der einen oder anderen Detailaufgabe noch ändern. Wir bemühen uns darum. Wir denken aber, dass wir unsere Kompetenz auf dem Gebiet der Datenintegration bewiesen haben, insbesondere wenn es darum geht, sehr große auch unstrukturierte Datenmengen unterschiedlichster Art und aus verschiedenen Quellen zusammen zu führen und zu integrieren. Das haben wir in hunderten von großen Projekten in der Wirtschaft aber auch im öffentlichen Bereich unter Beweis gestellt.

CIO.de: Wie wichtig ist der Zensus für Deutschland?

Foto: S.John - Fotolia.com

Neuer: Wenn man sieht, welche Bedeutung die Ergebnisse und die Erkenntnisse, die man daraus ableitet, für das Gesundheitswesen, die Ausbildung, Renten und Pensionen haben, muss man sagen, dass es sich um eines der wichtigsten Projekte der Öffentlichen Hand handelt. Die Auswertung des Zensus bedeutet für jeden von uns, dass zukunftsweisende Entscheidungen getroffen werden.

CIO.de: Wollten Sie denn als Informatica ursprünglich beim Zensus mitmachen?

Neuer: Wir haben zum Zeitpunkt der Bewerbung unseren Fokus auf andere Branchen gesetzt und waren aus Ressourcen-Gründen nicht in der Lage, ein solches Projekt durchzuführen. Das wäre heute etwas anders.

CIO.de: Datenintegration ist Ihr Thema, was bedeutet das genau?

Neuer: Wir helfen unseren Kunden dabei, Daten aus verschiedensten Quellen in einem Data Warehouse in eine logische Datenhaltung zusammenzuführen. Dies können Daten unterschiedlichster Art sein - aus operativen Systemen, ERP-Systemen, CRM-Systemen und anderen, die historisch über die Jahrzehnte gewachsen sind. Das hat man in der Vergangenheit mit ETL beschrieben, mittlerweile ist es aber sehr viel mehr. Wir sprechen von einem Enterprise Data Integration Prozess, der mit ETL beginnt, aber auch Datenqualitäts- und Datenintegritätsmaßnahmen einschließt und auch die Integration von Supply-Chain-Daten mit Geschäftspartnern über die Unternehmens-Firewall hinaus berücksichtigt. Wir begleiten unsere Kunden also auf dem gesamten Datenintegrationslebenszyklus.