Netzwerk-Infrastruktur

Modulares System verkabelt Rechenzentren

05.05.2009
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Anzeige  Die Trans Data Elektronik GmbH (TDE) hat ein patentiertes modulares Verkabelungssystem namens TDE Modular Link (TML) entwickelt, mit dem sich die in Rechenzentren nötigen Datenverbindungen in kürzester Zeit und mit geringem Aufwand herstellen lassen sollen.
Mit dem System TDE Modular Link sollen sich Rechenzentren schnell, ressourcenschonend und energiearm verkabeln lassen. Rechts im Detailbild ein TDE-Kabel, links ein Standartkabel.
Mit dem System TDE Modular Link sollen sich Rechenzentren schnell, ressourcenschonend und energiearm verkabeln lassen. Rechts im Detailbild ein TDE-Kabel, links ein Standartkabel.

Mit dem äußerst flexiblen und kompakten Verkabelungssystem TML der Trans Data Elektronik GmbH sollen sich Green IT-Umgebungen in Rechenzentren schnell, einfach und mit geringstem Ressourcen- und Energieeinsatz installieren lassen. Dabei soll sich die Installation jederzeit auf zukünftige Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabit skalieren lassen. Das modulare System TDE Modular Link soll sich jederzeit ausbauen oder reduzieren lassen, ohne dabei das komplette System ersetzen zu müssen.

"Mit unserem modularen TML-System bieten wir [...] ein Baukastenprinzip auf höchstem technischen Niveau bei maximaler Packungsdichte an, das sich jederzeit an die Bedürfnisse des Unternehmens anpasst", erklärt André Engel, TDE-Geschäftsführer. "Trotz der höheren Funktionalität des Systems gegenüber herkömmlichen Verkabelungssystemen sind die Kosten und Brandlasten erheblich niedriger."

Dies soll zum einen durch die Halbierung des Platzbedarfs in Schränken und Kabeltrassen erreicht werden. So soll für die Verbindung zweier 6-Port-RJ45-Module beispielsweise ein Kabel mit nur 14 mm Durchmesser ausreichen. Zum anderen sollen sich die vorkonfektionierten Module und Kabel in einem Bruchteil der bei herkömmlichen Systemen benötigten Zeit installieren lassen, da Spleiß- und Auflegearbeiten komplett entfallen. Dadurch sollen sich auch die Anzahl möglicher Fehlerquellen drastisch reduzieren. Ein nachhaltiger Spareffekt zeige sich bei Erweiterungen und Modifikationen, die sich jederzeit mit geringstem Kostenaufwand durchführen lassen sollen.

Alle Systemkomponenten werden laut der TDE an ihrem deutschen Standort gefertigt. Das Unternehmen können daher nicht nur höchste Qualität, sondern auch kürzeste Lieferzeiten garantieren. Die drei Kernkomponenten des DML-Systems sind Modul, Trunkkabel und Modulträger. Dabei handele es sich um werkseitig vorkonfektioniert und getestete Systemkomponenten, die vor Ort eine Plug&Play-Installation innerhalb kürzester Zeit ermöglichen sollen.

Bis zu acht LWL- oder TP-Module können in beliebiger Kombination in einem Modulträger mit sehr hoher Port-Dichte eingesetzt werden. So sollen sich bis zu 48 LC-Duplex- oder RJ45-Ports auf einer Höheneinheit unterbringen lassen. Herz des Systems sollen die rückseitigen MPO- und Telco-Steckverbinder bilden, über die jeweils mindestens sechs Ports mit Gigabit- oder 10-Gigabit-Ethernet-Performance auf einmal verbunden werden können.

Das TML-LWL-Trunkkabel ist laut TDE beidseitig mit MPO-Steckverbindern und das TML-TP-Trunkkabel mit 50-poligen geschirmten Telco-Steckverbindern vorkonfektioniert. Beide Kabel sollen sehr schlank und flexibel und beidseitig mit einer fortlaufenden Serien- und Artikelnummer beschriftet sein. Die Komponenten des modernen und schlanken Systems soll sich jederzeit wiederverwenden lassen. Da sich Änderungen oder Erweiterungen kostengünstig und schnell realisieren lassen, sie ein hoher Investitionsschutz gewährleistet.

"Durch die drastische Reduzierung des Kabelvolumens wird bereits eine Energieeinsparung erreicht, da die Belüftungswege in den Schränken und Doppelböden nicht unnötig blockiert werden", so Engel und ergänzt: "Gleichzeitig werden die Brandlasten deutlich reduziert, insbesondere in älteren Gebäuden ist dies von sehr großer Bedeutung."