Data Center Trends

Modular, effizient und Cloud-fähig

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Der Trend geht hin zu modular aufgebauten und energieeffizienten RZs. Auch die Private Cloud ist ein Thema.
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Ein Rechenzentrum für alle Fälle. Nach diesem Motto planten die meisten Unternehmen in den vergangen Jahrzehnten ihre Data Center. Ausgelegt für die maximal erforderliche Rechenlast einer Organisation, verschlingen RZs klassischer Prägung oft Unsummen an Kapital. Trotz des hohen Mitteleinsatzes und der zunehmenden Virtualisierung von Server- und Storage-Systemen gelten viele Rechenzentren nach heutigen Maßstäben als schlecht ausgelastet und ineffizient. Hersteller und Dienstleister haben die Probleme erkannt und offerieren eine Reihe neuer Konzepte und Techniken.

Trend 1: RZ-Module, Pods und Container

Anfangs noch als Exotenthema belächelt, gewinnt das „Data Center im Container“ an Bedeutung. Längst sind die Großen der Branche auf den Zug aufgesprochen, unter ihnen Hewlett-Packard, IBM, Cisco und Oracle/Sun. Für das RZ in der Box hat sich auch schon ein neuer (Marketing-)Begriff etabliert: Das sogenannte Pod (Performance Optimized Data Center) kommt als komplettes RZ daher, inklusive IT-Komponenten wie Server und Storage, Kühlung und Stromversorgung. Die Idee klingt überzeugend: Unternehmen können mit einem kleinen Pod beginnen und bei steigendem Bedarf einfach weitere Boxen andocken. Auf diese Weise ließen sich etwa die hohen Anfangsinvestitionen für ein RZ eindämmen.