Top 10 - Bert Bloß, Heinrich-Böll-Stiftung

Modern macht effizient

Der Video-Wizard hat alle Bewegtbildinhalte der IDG Business Media GmbH unter seiner Fuchtel. Er befüllt die Redaktionssysteme, filmt, schneidet und sieht zu, dass in den Videogalerien stets spannende Themen zu finden sind. Wer will, kann ihn auch im Web 2.0 antreffen, unter anderem bei Facebook und Twitter.

Eine einheitliche IT-Landschaft schafft mehr Raum für Produktivität - gerade in einem international operierenden Unternehmen. Um dieses Ziel zu erreichen hat Bert Bloß bei der Heinrich-Böll-Stiftung weltweit ein Content Management System (CMS) ausgerollt und auch die IT-Infrastruktur mit modernen Systemen homogen gestaltet.
Bert Bloß ist Leiter IT und technische Systeme bei der Heinrich-Böll-Stiftung.
Bert Bloß ist Leiter IT und technische Systeme bei der Heinrich-Böll-Stiftung.
Foto: Heinrich Böll-Stiftung, Bert Bloß

Insgesamt 28 Auslandsbüros der Stiftung sind inzwischen an das neue CMS angeschlossen. Damit lassen sich die Geschäftsprozesse der im Ausland realisierten Programme wesentlich besser abbilden, und es entstehen neue Synergien. Bloß hat das CMS nicht nur in die IT-Landschaft integriert, sondern auch mit Werkzeugen wie Buchhaltungssoftware, Finanzverwaltungssystemen und Videokonferenzsystemen kombiniert. Dazu mussten neue IT-Standards und IT-Strukturen geschaffen werden, die ihrerseits die Grundlage für die fachlich-inhaltlichen Systeme bilden.

Mitte 2009 begann mit der Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur die zweite Projektphase. Auch hier war das Ziel, weltweit geringere Wartungs-, Betriebs- und Supportkosten zu erreichen. Dieses Vorhaben gehöre "zu den technisch anspruchsvollsten im Umfeld von Nichtregierungs-Organisationen", so Bloß. Als Werkzeuge kamen Ubuntu, Empirum, Microsoft Office, Groupwise und OpenLDAP zum Einsatz. Das CMS wiederum basiert auf dem ehemals als Reddot bekannten Open Text. Ein weiterer wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Integrationspläne war die Umsetzung eines zentral verwalteten E-Mail-Systems.

Besondere Tücken bereitete der internationale Charakter des CMS-Rollouts. Länder wie Äthiopien, Thailand oder Moskau liegen nicht nur in einer anderen Zeitzone, sondern oft gilt sogar ein völlig unterschiedlicher Zeichensatz. Um hier die Brücke schlagen zu können, war eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Niederlassungsleitern und der zentralen Geschäftsführung nötig. Zudem war es von großer Bedeutung, den politischen Kontext nicht aus den Augen zu verlieren.

Der weltweit einheitliche Internet-Auftritt bringt bereits erste Erfolge. Die Websites der Stiftung werden deutlich öfter besucht. Ebenso gelingt die Zusammenarbeit mit Partnern im In- und Ausland besser. "Die einheitliche IT-Landschaft hebt die Arbeit in den Stiftungsbüros auf eine qualitativ höhere Ebene und schafft dadurch frei werdende Ressourcen", sagt Bloß. "Dadurch kann die Heinrich-Böll-Stiftung den Umfang ihrer Aktivitäten fachlich und inhaltlich ausbauen."

Steckbrief

Bert Bloß ist Leiter IT und technische Systeme bei der Heinrich-Böll-Stiftung. Er sagt: "Ein CIO muss mit der IT Geschäftsprozesse unterstützen und den Mitarbeitern ein hochverfügbares, modern-innovatives Arbeitsumfeld bieten."

Zum Unternehmen:

  • Name: Heinrich-Böll-Stiftung.

  • Branche: Öffentliche Institution.

  • Größe: 500 Mitarbeiter.

  • Zahl der IT-Mitarbeiter: 10.

  • IT-Budget: 550.000 Euro.

Das eingereichte Projekt:

  • Name: Einführung CMS, Homogenisierung der IT.

  • Projektbeschreibung: Weltweite Einführung einer standardisierten IT-Landschaft in den 28 Auslandsbüros der Stiftung durch Einführung eines CMS und Homogenisierung der IT der Auslandsbüros und der Zentrale.

  • Zeitrahmen: Einführung CMS IV/2008-IV/2009.

  • Eingesetzte Produkte: CMS: Open Text (ehemals Reddot), Ubuntu, Empirum, MS Office, Groupwise, OpenLDAP.

  • Projektkosten: 700.000 Euro.

  • Zahl der IT-Projektmitarbeiter: Bis zu 30.

  • Besondere Herausforderungen: Weltweite CMS-Einführung, hoher Abstimmungsbedarf mit Niederlassungsleitern, sensibler politisch-inhaltlicher Kontext.