Mobilkom Austria erreicht 10,1 MBit/s im Mobilfunknetz

09.05.2008
Nokia Siemens Networks und Mobilkom Austria haben die Übertragungstechnologie I-HSPA mit einer Übertragungsrate von 10,1 Mbit/s demonstriert. Zum Einsatz kamen eine kommerziell verfügbare Basisstation und der Prototyp eines Handys.

Derzeit rüsten die Mobilfunkbetreiber in Deutschland ihre Netze mit dem UMTS-Beschleuniger HSDPA aus, der eine maximale Datenübertragung von 7,2 Mbit/s erlaubt. Doch die magische Grenze ist noch nicht erreicht, wie Nokia Siemens Networks (NSN) zusammen mit Mobilkom Austria vorführte. Beide Unternehmen demonstrierten im Hauptquartier des österreichischen Netzanbieters I-HSPA (Internet High Speed Packet Access), auch evolved HSPA oder HSPA+ genannt, mit einer Datenrate von 10,1 Mbit/s.

Die Technik könnte schon bald zum Einsatz kommen, denn als Empfänger diente der Prototyp eines Mobiltelefones. Eine Basisstation, die laut NSN bereits kommerziell verfügbar ist, sendete ein Video an ein Laptop, das Handy funktionierte als Modem. Die durchschnittliche Übertragungsrate betrug 8,9 Mbit/s, der Spitzenwert lag mit 9,7 Mbit/s nicht weit vom theoretischen Maximum entfernt.

I-HSPA nutzt bereits Teile des für 2010 geplanten Datenstandards LTE: Etwa die Übertragung über mehrere Antennen (MIMO - Multiple Input Multiple Output), die optimierte Ausnutzung des Frequenzbandes und kürzere Latenzzeiten. Größter Vorteil der Technologie ist jedoch die "Flat Architecture", die den Internetzugang des Endgerätes vereinfacht.

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