Gartner

Mobilität verändert die Gadget-Anschaffungen

14.03.2013
Verbraucher tendieren immer stärker zu tragbaren Geräten, die vernetzt sind und Unterhaltung bieten.

Das haben die Marktforscher von Gartner bei einer Befragung von 8000 Menschen in den USA, Großbritannien, Kanada und den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) herausgefunden. Mobilität beeinflusse die Kaufentscheidungen der Konsumenten fundamental und verändere ihre Lebensweise und -umgebung schneller als gedacht.

Notebook und Arbeitszimmer haben immer öfter ausgedient, sagt Gartner.
Notebook und Arbeitszimmer haben immer öfter ausgedient, sagt Gartner.
Foto: Amazon

"Die Early Adopters lassen immer öfter den Laptop in der Tasche und entfliehen dem Arbeitszimmer, stattdessen erledigen sie Online-Aktivitäten lieber mit dem Tablet oder Smartphone auf der Couch im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer", sagt der Gartner-Analyst Nick Ingelbrecht. "Dieser Early-Adopter-Trend wird zum Mainstream-Consumer-Verhalten. Technik- und Diensteanbietern bleibt folglich keine andere Wahl als für Mobility zu entwickeln. Tun sie das nicht, droht ihnen das Aus, weil die Verbraucher die Geräte, Services und Anwendungen links liegen lassen, die die sich ändernden mobilen Lebensweisen nicht voll unterstützen."

Am seltensten ausgewechselt werden der Gartner-Umfrage zufolge mittlerweile "Legacy"-Produkte wie Fernseher und Desktop-Computer (alle viereinhalb respektive vier Jahre). Neuere Geräteklassen wie Tablets und E-Reader stehen bei den meisten Teilnehmern noch vor dem Austausch. Anschaffung und Austausch stationärer Geräte wie TV, Desktop oder Spielekonsole werden aber immer öfter aufgeschoben oder gar aufgehoben, weil die meisten Konsumenten feststellen, dass sie mit einem neuer angeschafften portablen Gerät immer und überall das tun können, was sie möchten. Was sie damit nicht tun können, wird wiederum vertagt oder ganz vergessen, weil die Menschen Aufgaben und Aktivitäten auf ihre bevorzugten Geräte und Dienste konzentrieren.

"Die verlängerten Austauschzyklen bei Geräten reflektieren eine Mischung aus ökonomischen Zwängen und Reifegrad der Hardware", kommentiert die Gartner-Expertin Amanda Sabia. "Upgrades verschieben sich zunehmend in Richtung Software, Inhalte und Cloud-unterstützter Anwendungs-Ökosysteme und machen Hardware-Upgrades weniger dringend."

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