Neuer iPass-Report

Mobilität macht nicht nur freier und produktiver

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Wie die jüngste Erhebung des Hotspot-Betreibers iPass ergab, hat die neue Mobilität der Mitarbeiter ihre Licht-, aber auch ihre Schattenseiten. Viele von ihnen sind so sehr auf die durchgängige Anbindung angewiesen, dass sie als "abhängig" bezeichnet werden könnten.
Wenn Mobilität und Internet-Anbindung zur Sucht wird...
Wenn Mobilität und Internet-Anbindung zur Sucht wird...
Foto:

Im Rahmen der weltweit vorgenommenen Studie (Mobile Workforce Report) gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie eine 50- bis 60-Stundenwoche hätten und die Wochenenden die beliebteste Arbeitszeit für Telearbeit seien. Gleichzeitig setzten die Interview-Partner - 1689 mobile Mitarbeiter aus 1100 Firmen weltweit - offensichtlich auch alles daran, um ständig drahtlos vernetzt zu sein: 29 Prozent haben sich nach eigenen Angaben in unsichere WLAN- Netze eingeschleust und 30 Prozent sind mit dem Auto durch die Gegend gefahren, um verzweifelt ein freies WLAN zu finden. Außerdem ergab der Bericht, dass der Anteil der mobilen Mitarbeiter, die nachts wegen Stress aufwachen, gegenüber 2011 um 16 Prozent gestiegen ist.

"Die verbesserte Flexibilität, deren sich mobile Mitarbeiter erfreuen, führt eindeutig zu höherer Mitarbeiterproduktivität, was für Unternehmen in der heutigen globalen Wirtschaft ein Vorteil ist", resümiert iPass-CEO Evan Kaplan. Die mobilen Mitarbeiter müssten auch sicherstellen, dass sie Beruf und Privatleben in Einklang bringen.

Den Studienergebnissen zufolge ist die Lage ernster als allgemein erwartet: So bekundeten etwa 88 Prozent der "global mobilen" Mitarbeiter, dass eine Funkverbindung für sie ebenso oder fast genauso wichtig sei wie fließendes Wasser und Strom. 71 Prozent der mobilen Mitarbeiter in Asien gaben an, dass sie ihr Smartphone mit ins Bett nähmen, gefolgt von 58 Prozent der Nordamerikaner und 55 Prozent der Europäer.

Damit nicht genug, wachen 56 Prozent der asiatischen mobilen Mitarbeiter gelegentlich oder zwanghaft nachts auf, um ihr Smartphone zu checken, gefolgt von 31 Prozent der Nordamerikaner und 21 Prozent der Europäer. 38 Prozent der nordamerikanischen mobilen Arbeiter wiederum checken als erstes nach dem Aufwachen ihre E-Mails, gefolgt von 33 Prozent in Asien und 29 Prozent in Europa.