Margenausblick angehoben

Mobilfunkausrüster Nokia wächst kräftig

23.10.2014
Der Netzausrüster Nokia wächst kräftiger als gedacht und rechnet im Jahr nun mit einer höheren Profitabilität.

Der Umsatz des fortgeführten Geschäfts - also ohne die an Microsoft verkaufte Handysparte - stieg im dritten Quartal im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag im finnischen Espoo mitteilte (PDF-Link). Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 3 Milliarden Euro gerechnet.

Nokia-Chef Rajeev Suri
Nokia-Chef Rajeev Suri
Foto: Nokia

Der auf die Aktionäre entfallende Konzerngewinn sprang überraschend stark auf 747 Millionen Euro nach einem Verlust von 91 Millionen Euro vor einem Jahr - dafür war aber vor allem eine Steuergutschrift verantwortlich. Eine Abschreibung auf den Kartendienst Here in Höhe von 1,21 Milliarden Euro hätte Nokia ansonsten tief in die roten Zahlen gerissen.

"Das Unternehmen bewegt sich rasch in die richtige Richtung", sagte Konzernchef Rajeev Suri. Die Zuversicht des Managements schlug sich auch in einer höheren Prognose für die bereinigte operative Marge der größten Sparte mit Netzwerkausrüstung nieder. Bislang peilte das Unternehmen das obere Ende der Spanne von fünf bis zehn Prozent oder leicht darüber an, jetzt rechnen die Finnen mit etwas über elf Prozent.

Bei dem ehemaligen Weltmarktführer für Handys trugen alle Sparten zum Umsatzwachstum bei - der mit Abstand größte Bereich mit Netzaustattung, der Kartendienst Here und das Technologiegeschäft.

Microsoft, das die Endgerätesparte von Nokia gekauft hatte, lässt dort jetzt Nokia aus dem Markennamen verschwinden. Die Smartphones mit Windows Phone werden künftig unter "Microsoft Lumia" vermarktet, wie unter anderem "The Verge" berichtet. (dpa/tc)