Roaming

Mobilfunk im EU-Ausland ab 1. Juli billiger

17.06.2010
Noch bevor Roaming-Aufschläge im EU-Ausland 2015 komplett abgeschafft werden, können die Verbraucher etwas aufatmen.

Im Moment dürfen abgehende Anrufe beim Roaming in EU-Staaten höchstens 51 Cent pro Minute kosten und ankommende Telefonate maximal 23 Cent. In diesen Endkundenpreisen ist die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent enthalten. Ab dem 1. Juli 2010 sinken diese Preisgrenzen weiter: Dann dürfen abgehende Anrufe maximal 46 Cent kosten und ankommende Gespräche höchstens 18 Cent inklusive Mehrwertsteuer. Die nächste Absenkung ist für den Sommer 2011 vorgesehen.

Telefonate im EU-Ausland werden wieder billiger. Foto: Vodafone
Telefonate im EU-Ausland werden wieder billiger. Foto: Vodafone
Foto: Vodafone

Eine Obergrenze gilt auch für SMS: Der Versand von Kurzmitteilungen aus dem Ausland kostet maximal 13 Cent inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das ist weniger als der typische Inlandspreis von 19 Cent, kritisiert der Hightech-Branchenverband BITKOM. "Langfristig geht die Regulierungspolitik der EU auch am Interesse der Verbraucher vorbei", gibt der BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer zu bedenken. "Wenn die EU die Preise künstlich niedrig hält, fehlt den Unternehmen Geld für Investitionen in Netzausbau und -qualität." Die Preisdiktate seien kontraproduktiv.