MobileTV via DVB-H droht erneute Verzögerung

22.11.2007
Die Entscheidung um den Start von MobileTV via DVB-H könnte sich erneut verzögern. Wie die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten mitteilt, muss die Entscheidung über den Betrieb auf das Jahresende verschoben werden. Grund seien fehlende Verträge.

Die Einführung von MobileTV via DVB-H ist eine schwere Geburt. Trotz aller Fachleute und Politiker, die ihm gut zureden braucht das Kind ewig, bis es das Licht der Welt erblickt. Mehr als zwei Jahre zieht sich der Start des DVB-H-Fernsehens hin, pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft Mitte 2008 sollte es den letzten Planungen zufolge soweit sein. Dieser Zeitplan wurde jetzt von den Landesmedienanstalten in Frage gestellt.

Eigentlich wollte die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten dem Gemeinschaftsunternehmen Mobile 3.0 eine Empfehlung bekanntgeben, musste den Zeitpunkt jedoch verschieben. Grund sei das Fehlen des geforderten Belegungsvorschlags und der entsprechenden Verträge mit den Veranstaltern. Nach Angaben von Mobile 3.0 seien Gründe für die Verzögerung ungeklärte Rechteverhältnisse auf Veranstalterseite und die ausstehende Einbindung des Programmangebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept.

Die Landesmedienanstalten haben Mobile 3.0 daher eine Nachfrist bis zum 31. Dezember 2007 gesetzt, um die noch ausstehenden Unterlagen vorzulegen. Sollte dies nicht gelingen, müsste das Projekt erneut ausgeschrieben werden, was den Start von DVB-H zur Fußball-Europameisterschaft 2008 gefährden würde.

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