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Tablet und Smartphone

Mobiles Internet am liebsten per WLAN

Holger Eriksdotter ist freier Journalist in Hamburg.
Trotz immer schnellerer Anbindung von mobilen Internet-Geräten über die drahtlosen Telefonnetze der Telekom-Anbieter bleiben amerikanische Smartphone- und Tablet-Nutzer der Datenanbindung über herkömmliche WLAN-Verbindungen treu.

Schneller, verlässlicher, billiger und sicherer – das sind die Gründe, warum amerikanische mobile Internet-Nutzer gern auf WLAN-Verbindungen umschalten, wenn eine solche verfügbar ist. Mit dieser Einschätzung liegen sie allerdings falsch - zumindest was die Sicherheit betrifft: „Es war schon überraschend, dass viele mobile Internet-Nutzer glauben, das WLAN-Verbindungen sicherer sind als die drahtlosen Mobilnetze der Provider“, kommentiert Stuart Taylor, Direktor der Internet Business Solutions Group bei Cisco, die Ergebnisse einer von Cisco durchgeführten Umfrage unter mehr als Tausend mobile Internet-Nutzern in den USA.

Denn zwar ließen sich auch WLAN-Verbindungen mit Passwörtern sicherer machen, generell aber seien sie anfälliger für das Ausspähen oder Attacken aus dem Netz als die mobilen Netze der Telefonanbieter. Immerhin 35 Prozent der Befragten gaben an, dass sie WLAN für die sicherste Verbindung hielten, 34 Prozent glaubten, dass die mobilen Telefonnetze sicherer seien.

Selbst Nutzer mit Internet-Flatrate verbringen rund ein Drittel der Online-Zeit mit WLAN-Verbindungen. Dieser Zeitraum wird sich nach Einschätzung von Cisco in den nächsten zwei Jahren sogar noch erhöhen: Dann werden Internet-Nutzer zu jeweils 50 Prozent über WLAN- und Telefonnetze ins Internet gehen. Grund dafür sei unter anderem die stetige Zunahmen von WLANs im öffentlichen Raum, in Unternehmen und Büros, aber auch in privaten Haushalten.

Besonders vor dem Hintergrund, dass Telefonanbieter ihre Flatrates in der Regel mit einem Limit für die Datenübertragung begrenzen, werde WLAN auch zukünftig eine wichtige Alternative für den mobilen Internet-Zugang bleiben, vermutet Cisco-Manager Taylor.