Mobiles Fernsehen via DVB-H: Der Anfang vom Ende?

03.06.2008
Seit zwei Tagen testet Mobile 3.0 Handy-Fernsehen via DVB-H in vier deutschen Großstädten. Damit ist das Konsortium vom eigentlichen Ziel, die Fußball-EM aufs Handy zu bringen, meilenweit entfernt. Wann startet DVB-H für den Massenmarkt? Derzeit gibt es noch viele Probleme, die letztlich das Aus für MobileTV via DVB-H bedeuten könnten.

Seit zwei Tagen bietet das Konsortium Mobile 3.0 Handy-Fernsehen via DVB-H und startete damit gerade noch rechtzeitig zur Fußball-EM. Trotz dieses angeblichen Erfolges wurde das eigentliche Ziel weit verfehlt. Das Angebot, das immerhin neun Fernseh- und drei Radiosender umfasst, ist bundesweit in vier Großstädten verfügbar und kann nur im Rahmen des Testbetriebs genutzt werden. Der Verbraucher hat davon keinen Nutzen.

Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Denn die Auswahl der Geräte beschränkt sich derzeit auf zwei Handys von Nokia und Samsung, mit weiteren Modellen ist vorerst nicht zu rechnen. Nach wie vor wird ein Großteil der am Markt verfügbaren Handys noch über die Netzbetreiber verkauft und die sind an einem Erfolg von DVB-H nicht interessiert. Die drei Anbieter T-Mobile, Vodafone und O2 erhielten bei der Vergabe der DVB-H-Sendelizenzen im Oktober 2007 eine Absage und haben jetzt begonnen, Mobiltelefone in ihr Portfolio aufzunehmen, die den Digitalfunk DVB-T unterstützen. Seit kurzem wird in Deutschland das HB620T von LG verkauft (Testbericht).

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