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Mobile VoIP spart Gebühren

21.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unternehmen und Anwender können sich Handys und Mobilfunkgebühren im Enterprise Network oder zu Hause bald komplett sparen. Unter der Regie des US-amerikanischen Herstellers Bridgeport Networks, der sich auf die Integration von Mobilfunk und Voice over IP (VoIP) spezialisiert hat, wurde nun die Allianz "MobileIgnite" (Mobile Integration Go-to-Market Network IP Telephony Experience) ins Leben gerufen, die sich die Entwicklung von marktreifen Endsystemen sowie die Vermarktung von Mobile VoIP auf die Fahnen geschrieben hat. Mit von der Partie sind IBM, der Netzbetreiber Verisign sowie der WLAN-Spezialist Airespace.

Das Quartett will nun das Roaming zwischen Mobilfunksystemen und IP-Netzwerken forcieren. Im Klartext heißt dies, dass an Handys adressierte Anrufe automatisch auf festnetz- oder funknetzbasierende VoIP-Telefone geroutet werden, sofern sich die Rufempfänger im Büro oder zu Hause aufhalten. Der Vorteil: Durch das Roaming können Unternehmen und Privatkunden teure Mobilfunkgebühren sparen, weil die Gespräche teilweise über die preiswertere LAN- oder WLAN-Infrastruktur geleitet werden. Hilfreich könnte das Verfahren auch in Zonen mit schlechter Mobilfunkabdeckung sein. Laut Peter Jarich, Analyst bei Current Analysis, zeigen auch die Mobilfunkanbieter Interesse an einer solchen Lösung, weil sie durch die Kombination von VoIP-Services mit ihren traditionellen Mobilfunkplänen profitieren und somit Umsatzeinbußen gegenüber eigenständigen VoIP-Providern wettmachen könnten. (pg)