Studie Mobile Security Teil 1

Mobile Security – Unternehmen unterschätzen die Risiken

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Das Thema Mobile Security wird in vielen deutschen Unternehmen sträflich vernachlässigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle TecChannel-Umfrage unter mehr als 600 IT- und Business-Verantwortlichen. Häufig mangelt es schlicht am Risikobewusstsein. Doch auch fehlende Fachkenntnisse und organisatorische Defizite spielen eine Rolle.

Stimmt es wirklich, dass deutsche Unternehmen das Thema mobile Sicherheit nicht ernst genug nehmen? Und wenn ja, woran liegt das? Die TecChannel-Redaktion hat es herausgefunden. Mehr als 600 Experten aus großen, mittleren und kleineren Unternehmen beteiligten sich an einer Online-Umfrage in Kooperation mit den Security-Spezialisten Baramundi Software, Kobil Systems, mediaTest digital und TüV Nord.

Lesen Sie im ersten Teil unserer Serie "Mobile Security 2015", wie Unternehmen mobile Risiken einschätzen und wo sich Schwachstellen offenbaren. Im zweiten Teil erfahren Sie Details zu den Fachkenntnissen, praktischen Erfahrungen und organisatorischen Defiziten in Sachen Mobile Security. Was deutsche Unternehmen konkret tun oder eben nicht tun, um das mobile Sicherheitsniveau zu heben, berichten wir in Teil drei.

Mobile IT - Unternehmen fürchten um ihre Daten

Datendiebstahl, eingeschleuste Malware und Viren sowie der Verlust mobiler Geräte sind die drei größten wahrgenommenen Sicherheitsrisiken hinsichtlich der Nutzung mobiler Geräte und Anwendungen.

  • 53,7 Prozent der Umfrageteilnehmer zählen einen Diebstahl von Unternehmensdaten zu den größten Security-Risiken.

  • In großen Unternehmen ist die Furcht vor dem Datenklau mit knapp 58 Prozent besonders ausgeprägt. Auch die IT-Abteilungen treibt dieses Sicherheitsrisiko überdurchschnittlich häufig um.

  • Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) hält das Einschleusen von Malware und Viren in die Unternehmens-IT für eine große Gefahr. Auf der Ebene der Geschäftsleitung rangiert dieses Risiko sogar auf Platz eins.

  • Den Verlust mobiler Geräte zählen knapp 43 Prozent der Teilnehmer zu den drei größten Sicherheitsrisiken

Risiken durch mobile Apps

Die Werte für die wahrgenommenen Sicherheitsrisiken durch mobile Applikationen fallen überraschend niedrig aus.

• Fast 60 Prozent halten das Risiko, das von mobilen Apps hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit ausgeht, für "eher gering" oder "gering". Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern sind sogar noch optimistischer.

• Nur 12,9 Prozent sehen in mobilen Apps ein "großes Risiko", noch weniger ein "sehr großes Risiko".

• Weniger als 10 Prozent der Befragten auf Geschäftsleitungsebene betrachten mobile Apps als "großes Risiko". In den Fachabteilungen liegt der Wert bei 15 Prozent.

Inhalt dieses Artikels

 

Dr. Dietmar Müller

Gartner prognostiziert, dass Unternehmen zu ihrem bestehenden Sicherheitsteam
externe Experten hinzuziehen müssen, um Cyberattacken erfolgreich zu
bekämpfen, vgl. http://w.idg.de/1zWbk5e.

Wenn Sie verstanden haben, dass Ihr Unternehmen nie mehr zu 100 % sicher sein wird, Sie aber dennoch alles menschenmögliche dafür tun wollen, dann gönnen Sie sich dieses zweitägige Seminar für Entscheider: http://w.idg.de/1KxZtv1

Dietmar Müller,
im Namen von IDG und FireEye

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