"Maps Coordinate"

Mobile Mitarbeiter mit Google managen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Auf Basis seiner bisherigen Geo-Produkte bietet Google künftig eine Lösung an, mit der Unternehmen ihre Außendienstler dirigieren und kontrollieren können.
Google Maps Coordinate besteht aus einer Web-Anwendung und mobilen Apps.
Google Maps Coordinate besteht aus einer Web-Anwendung und mobilen Apps.
Foto: Google

Das neue Tool heißt "Google Maps Coordinate" und ermöglicht grundsätzlich ein Location-Sharing in Echtzeit - eine Art Latitude für den Unternehmensgebrauch. Firmen, die das Produkt abonnieren, erhalten Zugriff auf eine Web-Anwendung und mobile Apps - zunächst Android, iOS ist bereits in Arbeit - für die Smartphones ihrer mobilen Mitarbeiter.

Über die App wird der Zentrale der jeweilige Standort übermittelt (funktioniert dank Integration mit Google Indoor Maps auch innerhalb von Gebäuden). Außerdem lassen sich damit vor Ort Daten aufnehmen - etwa Maße oder Kundenkontaktdaten - und übermitteln.

Unterdessen kann der Dispatcher in der Firma Teams zusammenstellen, Jobs anlegen, lokalisieren und Mitarbeitern zuweisen sowie historische Aufträge und Orte analysieren, um die Planung zu optimieren. Google Maps Coordinate arbeitet nach Angaben des Anbieters nahtlos mit Google Enterprise Maps and Earth zusammen und bietet überdies eine API (Programmierschnittstelle) zur Integration mit anderen Unternehmenssystemen.

Bei allem Mehrwert bietet Google Maps Coordinate dem Arbeitgeber natürlich sehr weitreichende Möglichkeiten zur Kontrolle von Mitarbeitern, selbst wenn diese das Location Sharing in ihrer Smartphone-App abschalten können. Dergleichen ist in Deutschland grundsätzlich mitbestimmungspflichtig.

Google Maps Coordinate soll schon zum Start auch in deutscher Lokalisierung vorliegen. Bis Anfang September gibt es einen Einführungspreis von 15 Dollar pro Monat und Nutzer.