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Mobilcom schreibt rote Zahlen

09.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Büdelsdorfer Carrier Mobilcom wies in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein negatives Ergebnis aus. Der Verlust vor Steuern belief sich auf 265,4 Millionen Mark. Zur Begründung hieß es, für den Einstieg in den UMTS-Mobilfunkmarkt seien Aufwendungen in Höhe von 227 Millionen Mark für Zinsen, Bankgebühren sowie Personal- und Sachinvestitionen notwendig gewesen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erwirtschaftete der TK-Anbieter einen Profit von 103,1 Millionen Mark. Auf der anderen Seite steigerte Mobilcom seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent auf 3,25 Milliarden Mark.

Im ersten Dreivierteljahr konnte der Carrier eigenen Angaben zufolge insgesamt 2,27 Millionen Neukunden werben, was einem Wachstum von 69 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Die Zahl der Mobilfunkteilnehmer kletterte um 79 Prozent auf 3,3 Millionen, die Festnetzkunden legten um 38 Prozent auf 832.000 zu. Mobilcom zählt inzwischen 1,4 Millionen aktive Internet-Nutzer und damit um 72 Prozent mehr als am Jahresanfang.

Die Anleger reagierten verstimmt auf das jüngste Ergebnis: Das Mobilcom-Papier sank im morgendlichen Handel am heutigen Donnerstag um knapp zehn Prozent auf 62,60 Euro.