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Mobilcom: Rücktrittsgerichte sind "Blödsinn"

11.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gerhard Schmid, Chef des Büdelsdorfer Carriers Mobilcom, hat erneut Spekulationen über seinen angeblich bevorstehenden Rücktritt zurückgewiesen. "Warum sollte ich ausgerechnet jetzt aussteigen, wo es mit UMTS so spannend wird", so Schmid gegenüber der "Berliner Zeitung". Dies sei "Blödsinn". Der Mobilcom-Chef hatte bereits Ende September dieses Jahres entsprechende Gerüchte dementiert.

Mit Michael Bon, dem Konzernchef des Mobilcom-Großaktionärs France Télécom, gebe es eine perfekte Arbeitsteilung, so Schmid weiter. "Ich bin bei UMTS für die Erschließung des deutschen Marktes zuständig, habe dazu die nötige Lizenz gekauft und baue ein Netz auf". Die France Télécom kümmere sich dagegen um die Expansion in Europa. Das französische Unternehmen hatte sich im Frühjahr mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligt. Zum Aktienkurs sagte Schmid: "Mein Ziel ist es, langfristig den Kurs zu vervier- oder verfünffachen". In den vergangenen Tagen hatten Gerüchte, wonach das Unternehmen Probleme habe, die Infrastruktur für den Aufbau von UMTS-Netzen zu finanzieren, einen Kursrutsch auf ein neues Jahrestief von 28,10 Euro ausgelöst.