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Mobilcom kommt wieder auf Touren

12.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Mobilcom AG setzte im dritten Quartal 2003 ihre positive Entwicklung fort: Dem Mobilfunk-Service-Provider gelang es gegenüber dem vorangegangenen zweiten Quartal, den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 13,5 Millionen auf 37,4 Millionen Euro zu steigern. Der Nettogewinn im operativen Geschäft wuchs im sequenziellen Quartalsvergleich von 3,6 Millionen auf 14,8 Millionen Euro. Den Veräußerungsgewinn von 145 Millionen Euro aus der Platzierung von 3,75 Millionen Freenet-Aktien miteingerechnet, beläuft sich der aktuelle Reinerlös sogar auf 159,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2002 hatte Mobilcom wegen hoher Abschreibungen auf sein geplatztes UMTS-Abenteuer einen Nettoverlust von 2,86 Milliarden Euro ausgewiesen.

Der Umsatz ging im Jahresvergleich von 518,8 Millionen auf 450,9 Millionen Euro zurück, legte jedoch gegenüber den 446,9 Millionen Euro im zweiten Quartal etwas zu. So ging zwar der Kundenbestand in den Monaten Juli, August und September netto um weitere 100.000 auf 4,1 Millionen zurück und erreichte damit einen neuen Tiefstand seit der Aufgabe der UMTS-Pläne. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde und Monat stieg jedoch nach 20,2 Euro im ersten Quartal und 22 Euro im zweiten Quartal auf 23,2 Euro.

Im laufenden Dreimonatszeitraum will Mobilcom die im dritten Quartal begonnene Produktoffensive fortsetzen. Das norddeutsche Unternehmen ist zuversichtlich, dass sich die Kundenbasis nun stabilisiert habe und rechnet mit einem Anstieg auf 4,2 Millionen Nutzer. Trotz der damit verbundenen Aufwendungen bestätigen die Büdelsdorfer die Prognose, das laufende Jahr mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen abzuschließen. In den ersten neun Monaten 2003 betrug der Ebit-Profit 31,7 Millionen Euro. (mb)