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MMO2 überdenkt UMTS-Engagement bei Viag Interkom

06.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der britische Mobilfunkanbieter MMO2 will das UMTS-Engagement bei seiner deutschen TochterViag Interkom überdenken. In einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" erklärte MMO2-Chef Peter Erskine, man werde zwischen Dezember diesen und Juni nächsten Jahres entscheiden, ob das Unternehmen in ein deutsches UMTS-Netz investiert. So könnte MMO2 eventuell den UMTS-Start verschieben, Viag Interkom würde dann zunächst nur GPRS anbieten. Bei diesen Plänen käme den Briten allerdings die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) in die Quere: Gemäß den Vorschriften müssen die sechs deutschen UMTS-Lizenznehmer bis Ende 2003 mindestens einem Viertel der Bevölkerung die Kommunikation mit dem neuen Mobilfunkstandard zu ermöglichen.

Ein Sprecher von Viag Interkom erklärte, der Aufbau eines UMTS-Netzes in Deutschland stehe nicht in Frage.

MMO2 hatte bereits vor einem Monat bekannt gegeben, aus Kostengründen bei seiner defizitären deutschen Tochter 500 der insgesamt 3400 Stellen zu streichen und einige Verkaufstellen zu schließen (Computerwoche online berichtete) (mb)