Schnelles Internet

Mittelstand beklagt fehlende Breitbandanschlüsse

Peter Gruber ist Mitglied des Teams Management der Digitalredaktion. Er arbeitet hauptsächlich für die Portale Computerwoche und CIO.
Die Versorgung mittelständischer Unternehmen in Deutschland mit Breitbandanschlüssen ist mangelhaft. Zwei Drittel der Mittelständler beklagen laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) eine ländliche Infrastrukturschwäche.

50 bis 67 Prozent der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) befragten mittelständischen Firmen klagen über Probleme mit Breitbandanschlüssen. Das teilte DIHK Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Rahmen der Breitbandkonferenz "Schnelles Internet für alle" mit, zu der das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit dem DIHK und dem Deutschen Landkreistag eingeladen hatte. Laut Wansleben sind zwei von drei mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum angesiedelt. Viele dieser Standorte oder ganze Gewerbegebiete würden jedoch von der Breitbandversorgung nicht erfasst.

Hochgeschwindigkeitsnetze in der Fläche aufbauen

Die in solchen weißen Flecken angesiedelten Betriebe werden nach Ansicht des DIHK in ihren Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt. "Da immer größere Datenvolumina übertragen werden, ist es richtig und wichtig, Hochgeschwindigkeitsnetze aufzubauen", sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. In dieser Zielrichtung unterstütze der Verband die Bundesregierung. Genauso wichtig sei aber auch das Ziel, das Breitband in die Fläche zu bringen.

Wansleben betonte auch die Bedeutung des Internets für Kundenkontakt und Markterschließung. Gerade der deutsche Mittelstand habe vielfältige Kontakte ins Ausland. Ein schneller Internet-Zugang sei heute so wichtig wie die klassischen Verkehrswege, so Wansleben.

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