Wandel im Recruiting

Mitarbeiter erwarten den Anruf

19.11.2013
96 Prozent der Fach- und Führungskräfte möchten bezüglich Jobsuche direkt angesprochen werden, wie eine aktuelle Studie von Experteer ergab.

Die richtigen Kandidaten für freie Führungspositionen möglichst schnell und effizient zu finden, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Recruiter in Unternehmen. Diese müssen sich aber gewaltig umstellen, glaubt man der aktuellen Studie des Online-Karrierenetzwerkes Experteer, das rund 1100 Führungskräfte befragte. Die neue Mitarbeitergeneration will nämlich umworben werden und überlässt den ersten Schritt den Arbeitgebern. Bestes Beispiel aus der Studie ist das Zitat einer Managerin der Automobilbranche, die sagt: "Früher habe ich Zeitungen und Online-Portale durchforstet, heute lasse ich mich finden." Wenn die Fach- und Führungskräfte selbst auf Jobsuche gehen, dann tun sie es mittlerweile immer öfters online (Zunahme um 22 Prozent gegenüber der Vorjahresbefragung), sie netzwerken stärker (+10 Prozent) und sie bedienen sich immer häufiger mehrere Bewerbungskanäle (+7 Prozent).

Interessant ist auch, dass inzwischen nur noch weniger als ein Prozent angab, kein Profi bei einem Online-Dienst hinterlegt zu haben. In der Umfrage führt bei den Business-Netzwerken Xing mit 81,3 Prozent vor dem internationalen Pendant LinkedIn mit 47,6 Prozent. Bemerkenswert ist schließlich auch die Diskrepanz zwischen Kontaktwunsch und der tatsächlichen Ansprache. 96 Prozent der Befragten wollen angesprochen werden und nur 38 Prozent der Firmen haben es laut Umfrage bisher getan. (hk)

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