Mit Standardsoftware aus der Krise

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Vor vier Jahren dümpelten die Geschäfte der Versicherungsgruppe Deutscher Ring noch vor sich hin. Heute ermöglicht eine standardisierte IT-Landschaft mit durchgängigen Systemen neue Geschäftsmodelle, so dass der Konzern dem Branchendurchschnitt davonsegelt.

Im Zentrum statt in der Peripherie: In der Fassade des Deutschen-Ring-Gebäudes spiegelt sich der Hamburger Michel. Foto: Deutscher Ring

"Wir sind die Vorsorge-Versicherung des normalen Angestellten." So beschreibt Walter Klein das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe, in deren Vorständen er für IT und Services verantwortlich zeichnet. Während sich eine Vielzahl anderer Assekuranzunternehmen um die betuchten Privatkunden balgen, hat der Deutsche Ring seine Zielgruppe in der breiten Schicht der Normalverdiener gefunden. "Deshalb müssen wir standardisierte Produkte in hoher Stückzahl möglichst automatisiert durch das Haus schicken", bringt Klein die Business-Strategie auf den Punkt.

Neukunden rekrutiert der Hamburger Konzern neuerdings auch aus den vier Millionen Adressen eines Buchclubs. Vertriebsunterstützung dieser Art ist selbstverständlich nicht umsonst zu haben: Um ein solches Geschäftsmodell abbilden zu können, musste der Versicherungskonzern neue Abläufe entwickeln und die Service-Level-Anforderungen des Medienunternehmens erfüllen.

In der Abwärtsspirale