CW-Kolumne

Mit Phantasie und Rückgrat

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Es ist wieder so weit: Wir ehren den CIO des Jahres 2012. Und wir freuen uns darüber!
Heinrich Vaske, Chefredakteur Computerwoche
Heinrich Vaske, Chefredakteur Computerwoche

"Warum macht Ihr das eigentlich", werden wir manchmal gefragt, "lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?" Darauf ließen sich viele Antworten geben, am Ende läuft es aber doch immer auf die eine hinaus: Wir wollen dazu beitragen, dass CIOs die Anerkennung - und möglichst auch die Position - im Unternehmen bekommen, die ihnen zusteht.

Und in der Tat, es tut sich was! Die Zeiten, in denen Vorstände einmal im Quartal lustlos eine Audienz gaben, um sich über die interne IT aufklären zu lassen - "Aber bitte nicht länger als eine halbe Stunde!" - gehen zu Ende. Viel Technikverständnis haben die meisten Vorstandsmitglieder zwar immer noch nicht, aber sie wissen um die Möglichkeiten von IT als Hebel für mehr Innovation und Wertschöpfung. Sie beschäftigen sich mit IT-Trends, gründen Technologie-Komitees und beauftragen Berater, zu benchmarken, wo die interne IT steht.

Gute CIOs sind darauf vorbereitet und haben ihre Hausaufgaben gemacht. Die besten können aber mehr vorweisen. Sie verstehen das Business und die internen Prozesse besser als alle anderen und sind mit den aktuellen IT-Möglichkeiten so weit vertraut, dass sie abstrahieren und ihr eigenes Unternehmen neu denken können. Ihr enges Netzwerk mit Business-Managern und externen CIOs erlaubt ihnen zu beurteilen, welche Entwicklungen relevant sind - und vor allem wann und in welcher individuellen Ausprägung.

Am wichtigsten aber: Die besten CIOs sind fähig, die Möglichkeiten und Chancen durch neue IT anderen so zu erklären, dass sie klar verstanden werden - und zwar nicht nur in der eigenen Abteilung, sondern im ganzen Unternehmen. Sie haben die Fähigkeit zu begeistern und genügend Rückgrat, um sich gegen die unvermeidlichen Widerstände durchzusetzen. Das alles mag ein bisschen phantastisch klingen, aber beim CIO des Jahres kann man sie treffen, diese herausragenden Manager. Und darüber freuen wir uns!