Echtzeitanalyse mit In-Memory

Mit iPad und ohne Handbuch unterwegs

11.05.2011 | von Ima Buxton

Tabellen mit 240 Millionen Datenzeilen

Allein die monatlichen Controlling-Konferenzen mit allen 107 Einrichtungen gerieten vor diesem Hintergrund regelmäßig zum Sitzungsmarathon. Für die Abnahme der Klinikberichte, die auf Berichten aus dem ERP-System der Charité beruhen, sind jeweils 45 Minuten vorgesehen. "Wir befanden uns anfangs in der Situation, dass ein Blick hinter die Zahlen der vorliegenden Berichte nicht möglich war", erläutert Martin Peuker, stellvertretender CIO an der Charité die Ausgangslage.

"In den Konferenzen kam es immer wieder zu Nachfragen, die in der Kürze der Zeit nicht zu beantworten waren, weil entsprechende Abfragen zu lange gedauert hätten. So verfügen wir beispielsweise im klinischen Bereich über Tabellen mit 240 Millionen Datenzeilen - das überfordert jedes herkömmliche ERP-System." Auch die Datenbasis selbst wies Qualitätsmängel auf. Die Akzeptanz der Datenerfassungssysteme vor allem in der Ärzteschaft war gering. Einheitliche Vorgaben für die Erfassung von Kennzahlen fehlten. Hinzu kam, dass die Anwender, die Ärzte, zumeist wenig vertraut waren mit den Erfordernissen der Business-Intelligence-Systeme.

Data Warehouse um Accelerator erweitert

"Der Druck, die Daten für alle verfügbar zu machen und eine bessere Performance zu erreichen, wurde immer größer", erinnert sich Peuker. Der stellvertretende IT-Chef führte daher in einem ersten Schritt unternehmensweit eine umfassende Datenkonsolidierung durch. Die Berichte aller organisatorischen Einheiten sollten künftig auf ein und derselben Datenbasis beruhen. Anfang 2008 ergänzte der IT-Manager das SAP NetWeaver Business Warehouses um den auf In-Memory-Technologie basierenden Accelerator.