Erfolgreich bewerben

Mit Headhunter-Tricks zum neuen Job

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
So wie Personalberater den richtigen Kandidaten aufspüren, können auch Bewerber das Unternehmen und den passenden Job finden. Ein bewährtes Werkzeug ist dabei das Telefon.
Quelle: Franz Pflügl / Fotolia.de
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Mehrere hundert Bewerbungen auf eine interessante Stellenausschreibung sind heute keine Ausnahme", weiß der Karriereprofi Daniel Detambel, der gemeinsam mit Hans Rainer Vogel eine Personalberatung in Wiesbaden führt. Daher empfiehlt er, mit Hilfe von Branchen- und Messemagazinen oder des Internets selbst nach einem passenden Arbeitgeber zu recherchieren, zum Hörer zu greifen und sich mit der Personalabteilung oder einem anderen Ansprechpartner verbinden zu lassen, der für die Einstellung von Mitarbeitern verantwortlich ist - auch wenn dort offiziell keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Da die meisten Bewerber auf Stellenanzeigen reagieren, den Kontakt per Telefon jedoch meiden oder es aus Bequemlichkeit vorziehen, eine E-Mail zu verschicken, haben beherzte Anrufer bessere Chancen.

Telefon vor Bewerbungsmappe

Hans Rainer Vogel und Daniel Detambel: 'Beherzte Anrufer haben bessere Chancen.'
Hans Rainer Vogel und Daniel Detambel: 'Beherzte Anrufer haben bessere Chancen.'

Bei einem Telefonat ist - im Gegensatz zur Bewerbungsmappe - die notwendige persönliche Beziehung sofort da. Läuft das Telefonat gut und springt der Sympathiefunke über, wird sich der Personaler in jedem Fall positiv an den Bewerber erinnern, wenn er die nachgesandte Mappe in den Händen hält. Damit ist das Wichtigste gelungen: sich von zahlreichen Mitbewerbern abzuheben und ihnen einen Schritt voraus zu sein. Unerlässlich ist jedoch eine Vorabrecherche, da ein solches Telefonat auch in einer vorzeitigen Disqualifikation enden kann. Der Tipp der beiden Experten: das geplante Gespräch gut vorbereiten und zunächst mit Firmen beziehungsweise möglichen Arbeitgebern beginnen, an denen einem weniger gelegen ist. Nach vier oder fünf Übungstelefonaten hat man die nötige Sicherheit gefunden, um bei den interessanten Unternehmen anzurufen und die richtigen Fragen zu stellen.

Entscheidend bei einem Anruf ist es, sein Anliegen und die zentrale Botschaft innerhalb weniger Sekunden zu vermitteln. Nur so weckt der Anrufer Interesse an seiner Person und möglichen Leistung und strapaziert die Zeit des Gesprächspartners nicht unnötig.