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Mit elektronischen Grußkarten lässt sich noch kein Geld verdienen

26.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dass das Geschäft mit elektronischen Grußkarten hart ist, musste nun die US-Dotcom Egreetings Network erfahren. Nach einem erneut schwachen dritten Quartalsergebnis nahm Unternehmenschef Gordon Tucker seinen Hut; Nachfolger wurde Finanzchef Andrew Moley. Der kalifornische Anbieter kündigte zudem Entlassungen von 60 Mitarbeitern beziehungsweise 34 Prozent seiner Belegschaft an. Im abgelaufenen Berichtszeitraum verbuchte Egreetings einen Nettoverlust von 10,9 Millionen Dollar, rund eine Million Dollar mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Allerdings stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als das Doppelte auf 2,3 Millionen Dollar.

Für das schlechte Ergebnis machte der Grußkarten-Spezialist geringe Online-Werbeeinnahmen verantwortlich. Dennoch gab sich die Dotcom zuversichtlich, im kommenden Jahr in die Gewinnzone zu klettern. Analysten rechnen laut First Call/Thomson Financial jedoch damit, dass Egreetings im Geschäftsjahr 2001 einen Verlust von einem Dollar je Aktie ausweisen wird.