Kleine Helfer

Mit Bugzilla Programmfehlern auf der Spur

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Die Mozilla Foundation bietet mit "Bugzilla" ein nützliches Web-Tool zur zentralen Erfassung, Analyse und Verwaltung von Programmfehlern.

Bugzilla hat sich mittlerweile als De-facto-Standard unter den Fehlerverfolgungssystemen etabliert. Denn Softwareanwendungen sind selten fehlerfrei: Je umfangreicher und komplexer eine Applikation wird, umso schwieriger gestaltet sich die Analyse und Behebung der Programmfehler, die an den verschiedensten Stellen der Entwicklung entstanden sind. In welchem Modul ist der Fehler passiert? Kann man ihn replizieren? Wie kritisch ist er? Wie hoch ist der Behebungsaufwand? Um solche Fragen beantworten zu können, bedarf es einer zentralen Erfassung, Verwaltung und Analyse aller gefundenen Programmfehler.

Fehlersuche mit Bugzilla
Fehlersuche mit Bugzilla

Genau hier setzt Bugzilla an. Das in Perl implementierte Tool kann in einem Standard-Web-Server installiert werden. Neben der Erfassung, Suche und Analyse von Fehlern bietet Bugzilla erweiterte Funktionen etwa zur Erstellung von Abhängigkeitsgraphen und ausführlichen Fehlerberichten oder zur Erfassung von Verbesserungsvorschlägen und Wünschen nach neuen Features. Als öffentliches Fehlerverfolgungssystem erlaubt es dem Softwarehersteller, während des gesamten Entwicklungsprojekts in Verbindung mit Kunden, Partnern und Nutzern zu stehen und so jederzeit auf Probleme, Änderungen und Wünsche zu reagieren. Bugzilla steht unter der "Mozilla Public License" (MPL) zum kostenlosen Download bereit. Als Datenbanksystem kann man zwischen MySQL, PostgreSQL und Oracle wählen. Wer einen ersten Blick auf das Tool werfen möchte, kann dafür den Test-Server von Bugzilla benutzen.

CW-Fazit

Bugzilla leistet wertvolle Dienste bei der Behebung von Programmfehlern. Vor allem in etwas komplexeren Projekten mit verteilten Teams erweist sich das Tool als unverzichtbar.