Mindmatics

Mindmatics: Der Chef spart nicht mit Lob

ist freier Journalist in München
Das Handy hat die Massen fest im Griff. Insbesondere der Short Messaging Service (SMS) entwickelt sich zum Zugpferd der Mobilfunkbranche. Im Rennen ganz vorn dabei: Mindmatics aus München.

Ob Spielzeug für Kids, Überbringer piepsender Liebesschwüre oder Notrufsäule für Eltern - eines steht fest: Die Deutschen sind Weltmeister im "Simsen". Mehr SMS verschickt keine andere Nation der Welt. "Und das soll auch so bleiben", hofft Christian Hinrichs, Finanz- und Personalvorstand der Münchner Mindmatics AG.

Wer erinnert sich noch an WAP, gar an UMTS? Richtig, die Technologie, die sage und schreibe 50 Milliarden Euro in den Staatssäckel von Hans Eichel spülte und einige Konzerne geradewegs in den finanziellen Abgrund hinabzog. Geschenkt. Wäre da nicht der "Short Messaging Service", kurz SMS - man hätte die Telecomspinner am liebsten in die Wüste geschickt. Zunächst belächelt, stellt SMS inzwischen alle anderen Mobilfunkanwendungen in den Schatten.

Die ungebrochene Neigung, sich mit Zeitgenossen über einen gerade mal sechs Quadratzentimeter großen Bildschirm zu verständigen, ist sogar Grundlage für erfolgreiche Geschäftsmodelle, wie Mindmatics eindrucksvoll bestätigt: Dank "Mobile Marketing" hat die mittlerweile auf knapp 60 Mitarbeiter gewachsene Firma Kurs auf die europäische Marktführerschaft genommen.

Lukrative Nische besetzt

Mit mobilem Marketing besetzt Mindmatics eine lukrative Nische. Im März 2000 gegründet, konzentriert sich das Unternehmen aufs B2B-Geschäft, kooperiert mit Netzbetreibern, Werbeagenturen, Fernsehanstalten und Internet-Portalen. Wer einen Klingelton auf sein Handy laden oder eine Dienstleistung mobil bezahlen möchte, hat es indirekt oft mit Mindmatics zu tun.