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Mikrochip bewahrt Schildkröte vor dem Verzehr

22.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Glück gehabt: Dank eines Mikrochips im Bein ist eine "Kambodschanische Königsschildkröte" in China dem Suppentopf entkommen. Die erfolgreiche Überwachung des seltenen Reptils auf seinem Weg von Vietnam nach China wird von Tierschutzexperten als großer Erfolg im Kampf gegen asiatische Schmuggler bezeichnet, deren Beute nicht selten in chinesischen Kochtöpfen landet oder zu traditioneller asiatischer Arznei verarbeitet wird. Für Doug Hendrie von der Wildlife Conservation Society (WCS) stellt die Rettung der Schildkröte ein positives Beispiel für internationale Zusammenarbeit dar.

Bei der 33 Pfund schweren Schildkröte, die auch in Bangladesh, Indien, Indonesien und Malaysia heimisch ist, handelt es sich um eines von höchstens zehn in Kambodscha lebenden Exemplaren. Das etwa 35 Jahre alte, männliche Reptil war vor zwei Jahren im Südwesten von Kambodscha in der Region Sre Ambel freigesetzt worden. Dort wurde sie im Juni von kambodschanischen Fischern eingefangen und nach Vietnam geschmuggelt, wo sie Inspektoren schließlich mit Hilfe von Mikrochip-Detektoren in einem Reservat für konfiszierte Wildtiere entdeckten. Nun ist sie nach Kambodscha zurückgekehrt und wird dort erst einmal gesund gepflegt, bevor sie erneut ausgesetzt werden soll. (kf)