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Microstrategy stoppt Neuemission von Aktien

23.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der durch Bilanzfehler in die Bredouille geratene ehemalige Börsenliebling Microstrategy hat die bei der US-Börsenaufsicht angemeldete Ausgabe von vier Millionen zusätzlichen Aktien gestoppt. Der Verkauf von weiteren 2,5 Millionen Aktien, die von einigen Microstrategy-Anlegern, darunter Firmenchef Michael Saylor, veräußert werden sollten, wird ebenfalls zurückgezogen. Als der Data-Warehouse-Experte aus Vienna, Virginia, die Aktienausgabe im Februar anmeldete, waren die für die Neuemission vorgesehenen Anteile noch 630 Millionen Dollar wert. Seitdem das Unternehmen aufgrund neuer Bilanzierungsvorschriften seine Geschäftsergebnisse für 1998 und 1999 erheblich nach unten korrigieren musste (CW Infonet berichtete), fiel die Aktie auf rund 72 Dollar. Gestern konnte

der Anteilschein wieder um 23 Prozent auf 88,72 Dollar zulegen.