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Microstrategy auf der Anklagebank

22.03.2000
Aktienkurs sinkt um weitere 17 Prozent

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mindestens fünf US-Anwaltskanzleien haben Sammelklagen gegen Microstrategy eingereicht, die dem Data-Mining-Spezialisten eine falsche und irreführende Bilanzierung seiner Unternehmensergebnisse zur Last legen. Die einst hochdotierte Company aus Vienna, Virginia, hatte vor kurzem angekündigt, seine Zahlen von 1998 und 1999 gemäß neuer Bilanzierungsauflagen der US-Börsenaufsicht nach unten korrigieren zu müssen. Demnach betrage der Umsatz von 1999 statt 205 nur noch zwischen 150 und 155 Millionen Dollar. Der einst deklarierte Profit von 15 Cent je Aktie kehrt sich nach neuer Bilanzierung nun ins Negative: Damit sei nun ein Verlust von 43 bis 51 Cent pro Anteilschein zu verzeichnen (CW Infonet berichtete).

Nach Bekanntwerden dieser Nachrichten rutschte der Aktienkurs des ehemaligen Börsenlieblings am Montag um rund 140 Dollar oder über 60 Prozent auf 88,38 Dollar ab. Gestern fiel die Notierung um weitere 14,43 Dollar oder 17 Prozent und lag zum Börsenschluss bei 72,31 Dollar.