Microsofts Windows 7 ? ein Kernel für Handheld und Server

25.10.2007
Auf einer Veranstaltung in der Universität von Illinois hat Eric Traut, einer der Chefentwickler von Microsoft den Kernel für das zukünftige Windows mit dem Codenamen "Windows 7" vorgestellt. Er soll virtualisierungsfähig und soweit abgespeckt sein, dass er sowohl auf Smartphones und Handhelds als auch auf Desktop-Computern und Servern eingesetzt werden kann.

Eric Traut, einer der Chefentwickler bei Microsoft und verantwortlich für das Betriebssystem-Design, gab kürzlich an der Universität von Illinois einen einstündigen Blick in die Zukunft von Windows. Während der Präsentation, bei der er über den jetzigen Stand und den weiteren Weg des Redmonder Betriebssystems sprach, konnten sich die Zuhörer eine erste Version der Kommandoebene des neuen Windows 7 anschauen, auf der die zukünftige Windows-Oberfläche aufsetzt.

Der "MinWin" genannte Kernel benötigt rund 25 Megabyte Speicherplatz auf der Festplatte und 40 Megabyte RAM. Diese Werte machen bereits jetzt den Einsatz auf mobilen Geräten denkbar. Dennoch ist Traut noch nicht mit seiner Arbeit zufrieden und hofft, den Footprint des Kernel weiter schrumpfen zu können. In etwa drei Jahren, so die Planung, soll er in Smartphones, Desktop-Computern und Servern zum Einsatz kommen und die bisherige Trennung zwischen Computer- und Handheld-Systemen aufheben.

Möglich machen wird dies eine Virtualisierungssoftware, die es erlaubt, beliebige (Windows-)Oberflächen parallel auf einem Kernel zu betreiben. So können an die jeweiligen Geräte angepasste UIs einfach auf den Kernel aufgesetzt werden. Das entspricht weitestgehend dem aktuellen Virtualisierungsansatz, den beispielsweise Xen oder VirtualBox verfolgen.

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