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Microsofts Virtual PC 2004 kommt zum Jahresende

11.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat angekündigt, die Virtualisierungssoftware "Virtual PC 2004" zum Jahresende auf den Markt zu bringen. Der Softwarekonzern hatte im Februar die Connectix-Technik erworben. Nach Angaben es Unternehmens liegt der Preis bei 129 Dollar und damit niedriger als die 229 Dollar, die bisher von Connectix verlangt wurden. Mitglieder des Microsoft Developer Network (MSDN) erhalten Virtual PC kostenlos.

Virtual PC erlaubt es, auf einem Windows-PC mehrere für x86-Prozessoren geschriebene Betriebssysteme parallel laufen zu lassen, darunter Windows, OS/2 und Linux. Microsoft bietet das Produkt vor allem Firmen an, die alte Software auf dem aktuellen Betriebssystemen "Windows XP" nutzen wollen. Dazu zählen beispielsweise Programme, die für Windows NT geschrieben wurden, für das Microsoft keinen Support mehr bietet. Zudem adressiert der Hersteller Entwickler, die eigene Programme in einer geschützten Umgebung testen wollen.

Die Software lässt sich unter Windows XP Professional sowie Windows 2000 Professional installieren. Prinzipiell können Anwender mit Virtual PC verschiedene Betriebssysteme auf einer Hardware betreiben, doch wird Microsoft den Support auf die Virtualisierung von Windows konzentrieren. Dies bietet dem Konkurrenten VMware die Möglichkeit, mit dem gleichnamigen Virtualisierungsprodukt zum Zuge zu kommen. Dessen Programm deckt einen ähnlichen Funktionsumfang ab. Zeitgleich mit der Microsoft-Ankündigung zu Virtual PC stellte VMware eine Management-Software namens "Virtual Center" in Aussicht, die demnächst verfügbar sein soll. Mit ihr sind Administratoren in der Lage, die auf Rechnern installierten virtuellen Maschinen zu verwalten. Neben dem Desktop-Produkt ("VMware Workstation") bietet VMware auch Server-Komponenten ("GSX Server und "ESX Server"). Darüber hinaus hat das Unternehmen nun ein Entwicklungspaket

geschnürt, mit der die virtuellen Maschinen in System-Management-Lösungen wie HP Openview, CA Unicenter oder IBM Tivoli eingebunden werden können.

Eine Server-Version will Microsoft mit "Virtual Server " bis Mitte 2004 nachlegen. (fn)