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Vor dem Start von Bing

Microsofts Suchanfragen brechen ein

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Im Mai sind die Anfragen über Microsofts Suchmaschine in den USA deutlich zurückgegangen. Alle anderen Anbieter konnten zulegen.

Microsofts neue Suchmaschine Bing sollte schleunigst ein Erfolg werden, damit dem Konzern das Geschäft nicht vollends aus der Hand gleitet. Laut aktuellen Zahlen der Marktforscher von Nielsen Online sank die Zahl der Anfragen über Microsoft in den USA im Mai um knapp 15 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Insgesamt stieg die Zahl der Suchanfragen um 20 Prozent. Im offiziell letzten Monat vor der Bing-Ära war die Live/MSN-Suche damit die einzige Seite der größten fünf Anbieter, auf der die Nachfrage schrumpfte.

Marktführer Google legte um 28 Prozent zu, Yahoo verbesserte sich um 22 Prozent, AOL wuchs immerhin noch um vier Prozent, und Ask.com verzeichnete 22 Prozent mehr Anfragen als im Mai 2008. Mit einem Anteil von 9,4 Prozent landete MSN/Live auf der dritten Position. Nun muss die von Microsoft als "Decision Engine" titulierte Seite Bing zeigen, dass Surfer Bedarf an Entscheidungen haben und nicht nur schnöde Links serviert bekommen wollen.