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Microsoft will Notes-Exchange-Migration erleichtern

24.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat eine neue Runde im Schlagabtausch mit dem Messaging- und Groupware-Konkurrenten IBM/Lotus eingeläutet und zwei Tools vorgestellt, die Anwendern des Konkurrenzprodukts Notes/Domino den Umstieg auf die Software des Redmonder Konzerns erleichtern sollen. In den kommenden Woche wird die Lotus Software Group dann zusammen mit Sametime und Quickplace 3.0 (Computerwoche online berichtete) die neue Version 6 von Notes und Domino auf den Markt bringen; wiederum eine Woche später eröffnet Microsoft die jährliche Exchange-Anwenderkonferenz, auf der die Roadmap für die Zukunft des Produkts vorgestellt werden soll.

Microsofts kostenloser "Data Collector" ermittelt die bei einem Anwender installierten Notes-Anwendungen und sortiert diese nach Parametern wie Größe und Nutzungshäufigkeit. Damit soll die Entscheidung erleichtert werden, welche Anwendungen bei einer Migration (bevorzugt) übernommen werden. Das Tool hat Microsoft bereits 1998 mit dem Zukaug der Mesa Group übernommen und seither intern eingesetzt. Nur für zertifizierte Partner gibt es den "Data Processor", der die vom Data Collector gesammelten Daten gründlicher auf ihren Geschäftsnutzen hin analysiert.

Bei der tatsächlichen Migration oder Koexistenz von Anwendungen helfen beide Werkzeuge allerdings nicht. Hier empfiehlt Microsoft ab sofort "ecKnowledge" von Casahl Technology und stellt das eigene Produkt "Application Connector for Lotus Notes" ein. Die Produkte für den Abgleich von Mail- und Kalenderdaten zwischen beiden Plattformen bleiben aber im Programm. Als generelle Alternative zu Lotus/Domino beziehungsweise IBM langfristiger Vision von J2EE/Websphere als Nachfolger der Lotus-Software will der Gates-Konzern Anwendern Exchange und .Net andienen. (tc)