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Microsoft will kleinere Partner stärker fördern

07.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft wird Presseberichten zufolge auf seiner diesjährigen weltweiten Partnerkonferenz in New Orleans ein neues Partnerprogramm vorstellen. Ziel der Initiative ist es, die besonderen Vergünstigungen unter den knapp 800.000 Resellern sowie den Software- und Beratungspartnern der Gates-Company neu zu verteilen.

Der Redmonder Softwareriese gibt jährlich rund 1,5 Milliarden Dollar für seine Beziehungspflege aus. Ein Großteil davon steht dabei den Verbündeten zu, die den meisten Umsatz mit Microsoft-Produkten generieren und die beste Schulung genossen haben. Sie profitieren davon in Form von zusätzlichen Trainingsprogrammen, technischer Unterstützung, Verkaufstipps und Marketing-Kursen.

Künftig will der IT-Konzern die Höhe der Fördermittel nun nicht mehr ausschließlich nach dem Umsatzvolumen mit Microsoft-Produkten bemessen. Der Grund: Viele Partner, die Software und Dienstleistungen an Mittelstandskunden, Microsofts neuem Objekt der Begierde, verkaufen, sind selbst kleinere Firmen. Statt dessen sollen nun eine Reihe anderer Faktoren in die Bewertung der Partner mit einfließen. Dazu zählt etwa das Knowhow in bestimmten Geschäftsbereichen wie IT-Security oder Business-Intelligence. Außerdem will die Gates-Company die Kundenzufriedenheit und den Einfluss eines Beratungs- oder Softwarepartners auf den Kauf von Microsoft-Produkten honorieren, selbst wenn der Partner selbst kein Reseller ist.

Im Rahmen der Initiative plant der Softwareriese außerdem, die Suchfunktionen auf seiner Website zu überarbeiten. Potenzielle Kunden können dabei Microsoft-Partner nicht mehr wie bisher nur nach deren Sitz sondern der besonderen Qualifikation auswählen.

Das neue Programm soll im Januar starten, insgesamt wird es vermutlich bis zu einem Jahr dauern, bis alle Änderungen umgesetzt sind. (mb)