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Microsoft will EU-Kartellauflagen erfüllen

05.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat der EU-Kommission neue Vorschläge unterbreitet, wie künftig Windows-Schnittstelleninformationen an andere Softwareanbieter lizenziert werden sollen. Die Kartellwächter hatten das bisher praktizierte Verfahren kritisiert. Die Bedingungen für die Lizenzierung benachteiligten insbesondere die Entwickler von Open-Source-Software, lautete ein Vorwurf. Ein Microsoft-Sprecher erklärte, die veränderten Vorschläge gingen auf die meisten Bedenken der Wettbewerbshüter ein. Dennoch verhandele man noch über ein halbes Dutzend strittiger Punkte.

Die Auflagen gehen auf das Kartellurteil vom März 2004 zurück. Wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht hatte die Kommission Microsoft im März 2004 zu einem Bußgeld von 497 Millionen Euro verurteilt und verschiedene Auflagen verhängt. Der Forderung, eine Windows-XP-Version ohne integrierten Media Player anzubieten, ist der US-Konzern zwischenzeitlich angekommen. Auch das Bußgeld hat er bereits bezahlt. (wh)