Förderprogramm BizSpark Plus

Microsoft will deutsche Start-ups auf Azure locken

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Microsoft stellt im Rahmen des neuen Förderprogramms BizSpark Plus Start-ups weltweit seine Cloud-Technologien kostenlos zur Verfügung

Die teilnehmenden Unternehmen erhalten einer Mitteilung zufolge ein Software- und Servicepaket im Wert von 60.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 46.000 Euro), das unter anderem ein Windows-Azure-Kontingent beinhaltet. Bei der Vergabe der Fördermittel arbeitet Microsoft eng mit Venture-Capital-Gebern und Inkubatoren zusammen.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem neuen Förderprogramm ist, dass die Cloud-Dienste des Start-ups auf Basis von Microsoft-Technologien entwickelt werden. Dabei steht Windows Azure im Fokus. Die Plattform unterstützt mehrere Programmiersprachen und stellt Entwicklern unter anderem Rechenkapazität, Speicherplatz, relationale Datenbanken oder Schnittstellen für die Systemintegration zur Verfügung.

Microsoft spricht zwar davon, in den kommenden drei Jahren auf diese Weise rund 20 Millionen US-Dollar (rund 15 Millionen Euro) in Start-ups investieren zu wollen. Der Begriff "Investition" ist in diesem Zusammenhang allerdings irreführend, da der Konzern ja keine Gelder zur freien Verwendung, sondern lediglich nicht ganz uneigennützig seine Produkte und Infrastruktur kostenlos beziehungsweise ermäßigt zur Verfügung stellt - löblich ist das natürlich nichtsdestotrotz.

"BizSpark Plus schafft eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Start-ups profitieren von Microsoft, sie können im Cloud-Business Fuß fassen und sich etablieren", sagt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland. "Microsoft profitiert dabei von einer lebendigen Cloud-Industrie in Deutschland. Wir ermöglichen neuen Akteuren den einfachen Zugang zu IT. Das begreifen wir als Teil einer größeren Corporate Technical Responsibilty."

Zielgruppe für BizSpark Plus sind junge Cloud-Entwickler. Microsoft übernimmt im ersten Jahr sämtliche Kosten des Software- und Servicepakets; im zweiten Jahr wird die Hälfte der Kosten für genutzte Cloud-Kapazitäten erstattet. Für die Auswahl und Begleitung der Start-ups hat sich Microsoft Partner wie den High-Tech Gründerfonds, Team Europe oder GründerRegio M ins Boot geholt.

BizSpark Plus ergänzt die vorhandenen Start-up-Programme BizSpark (Breitenförderung) und BizSpark One (Eliteförderung) von Microsoft. Interessierte Gründer können sich über das Partnernetz für BizSpark Plus bewerben. Die ersten Start-ups befinden sich bereits im Aufnahmeprozess. Im Laufe des Jahres will Microsoft bis zu 40 junge Unternehmen fördern, 2013 sollen noch einmal 80 bis 100 weitere Gründer hinzukommen.