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Microsoft will bei Zuteilungen sparen

21.05.2004

Trotz rund 56 Milliarden Dollar auf der hohen Kante will Microsoft nun den Gürtel enger schnallen – zumindest bei den Angestellten: Um mindestens 80 Millionen Dollar im Jahr einzusparen, plant die Gates-Company, die Zuteilungen an die Mitarbeiter kürzen.

Presseberichten zufolge kündigte die Gates-Company in einer internen Mitteilung an die Beschäftigten an, deren Vergünstigungen bei Aktienkäufen sowie die Zuwendungen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zu reduzieren. Mit diesen Kürzungen, so Kenneth DiPietro, Vice President Human Resources, in der E-Mail, orientiere sich der Konzern bezüglich Sondervergünstigungen verstärkt an den Wettbewerbern.

Eingeschränkt wird insbesondere die Möglichkeit für Microsoft-Mitarbeiter, Firmenanteile günstig zu erwerben: Aktuell erhalten sie beim Kauf von Microsoft-Aktien einen Discount von 15 Prozent. Dabei gilt entweder der Marktpreis zu Anfang oder Ende einer festgesetzten Periode, je nachdem, welcher Kurs niedriger ist. Ab 1. Juli wird der Discount auf zehn Prozent gesenkt, maßgeblich ist dabei der Aktienkurs am Ende eines Quartals. Weitere rund 20 Millionen Dollar pro Jahr will Microsoft damit einsparen, dass Angestellten nicht mehr den vollen Preis von verschreibungspflichtigen Originalmedikamenten rückerstattet bekommen, wenn es bereits preisgünstige Generika davon gibt.

Trotz der jüngsten Einschränkungen sei Microsoft aber immer noch überdurchschnittlich großzügig gegenüber den Mitarbeitern, betonte DiPietro. So bietet der Software-Riese seinen Angestellten auch weiterhin Sonderzuwendungen wie die kostenlose Mitgliedschaft in hausinternen Fitness-Studios oder freie Getränke am Arbeitsplatz sowie flexible Arbeitszeiten. (mb)