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Microsoft: Vista bekommt keine "Hintertür"

06.03.2006
Microsoft hat betont, dass in sein kommendes Windows "Vista" keine so genannte Backdoor eingebaut wird, über die Ermittlungsbehörden auf verschlüsselte Dateien zugreifen könnten.

Eine Meldung der "BBC" letzten Monat hatte diesbezügliche Spekulationen aufkommen lassen. Ein Firmensprecher erklärte jetzt allerdings gegenüber dem Branchendienst "Cnet": "Microsoft hat in der Vergangenheit niemals 'Hintertüren' in Windows eingebaut und wird das auch zukünftig nicht tun."

Bei der Diskussion geht es um die für die Unternehmensversionen von Vista (siehe "Windows Vista kommt im Sechserpack") geplante Festplattenverschlüsselung "Bitlocker". Diese soll sicherstellen, dass Daten im Falle eines Rechnerverlusts oder -diebstahls nicht in unbefugte Hände geraten. Sie könnte andererseits auch Strafverfolgern den Zugriff auf die Festplatten beschlagnahmter Rechner massiv erschweren.

"Man unterstellt uns, wir würden mit Regierungen daran arbeiten, eine Backdoor einzubauen, damit sie jederzeit Bitlocker-verschlüsselte Daten einsehen können", schreibt Microsofts Entwickler und Kryptograph Niels Ferguson in einem Firmen-Blog. "Nur über meine Leiche." Hintertüren seien inakzeptabel. Außerdem würde sich kein Developer in Redmond bereitfinden, dergleichen zu implementieren und zu testen. (tc)