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Microsoft verschiebt High-Performance-Windows

06.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das ursprünglich für Ende 2005 vorgesehene "Windows Server for High Performance Computing" (HPC) wird nicht vor der ersten Hälfte nächsten Jahres auf den Markt kommen. Man benötige mehr Zeit für die Entwicklung der Management- und Deployment-Funktionen, begründet eine Unternehmenssprecherin die Verschiebung. Eine statt dessen für den Herbst geplante Betaversion des Produkts trägt die Bezeichnung "Windows Server 2003 Compute Cluster Edition" (CCE). Sie wird x86-Prozessoren mit 64-Bit-Erweiterung unterstützen, nicht jedoch Intels reine 64-Bit-CPU Itanium 2. Ob eine zweite CCE-Version den Itanium einschließen wird, prüft Microsoft derzeit noch. Der Highend-Prozessor sei zu mächtig und zu teuer für die Cluster-Größen, die man mit Windows CCE adressiere.

Ein Software Development Kit (SDK) für den HPC-Server stellt Microsoft bereits seit November zur Verfügung. Es gibt Software- und Server-Herstellern einen ersten Überblick über die Produktarchitektur und enthält einen Scheduler sowie eine Implementierung des MPI-Protokolls (MPI = Message Passing Interface). Das SDK soll voraussichtlich im Sommer als "Refresh" in einer Update-Version verteilt werden. (ue)