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Microsoft veröffentlicht Windows Media Player 7

18.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wenn man sich den heute veröffentlichten Windows Media Player 7 von Microsoft ansieht, drängt sich der Verdacht auf, dass nach dem einstigen Browser-Rivalen Netscape nun die Streaming-Media-Konkurrenten Real Networks ("Real Player") und Apple ("Quicktime") ganz oben auf der Abschussliste der Gates-Company stehen. Unzweifelhaft wurde einiges an Entwicklerkapazitäten auf das neue Produkt angesetzt.

Was dabei herausgekommen ist, kann sich durchaus sehen (und hören) lassen: Der Media Player kann alle Arten von Internet-Multimedia-Inhalten (inklusive MP3 und Internet-Radio) genauso wiedergeben wie Audio-CDs und beherrscht sogar das Brennen von Musik-Silberscheiben. Das Erscheinungsbild der Software lässt sich - wie in diesem Genre üblich - durch so genannte Skins vielfältig anpassen.

Das umstrittene MP3-Format wird aber wohl nur angesichts der großen installieren Basis unterstützt. Microsoft setzt vor allem auf sein eigenes "WMA"-Format, das laut Hersteller dank besserer Kompressionsalgorithmen halb so große Dateien wie MP3 ermöglicht und vor allem auch gleich Fähigkeiten für das Management von Urheberrechten mitbringt. Das große Label EMI bietet zum Start des Media Player 7 schon an die hundert komplette Alben und zahllose Singles im (kopiergeschützten) Microsoft-Format an.